21. August bis 06. September 2026 1. openart Lausitz Biennale im Forster Museum

Blaue Friedens-Schafe des Künstlers Rainer Bonk stehen vor dem Forster Museum
Blaue Friedens-Schafe des Künstlers Rainer Bonk, Bildrechte: Friederike Kalz

Das Forster Museum für Textil- und Industriegeschichte Lausitz ist Teil der 1. openart Lausitz Biennale für zeitgenössische Kunst.

Der Veranstaltungssaal Forum beherbergt eine Reihe international besetzter Kunstausstellung. Im Mittelpunkt stehen großformatige Werke, die sich mit dem Strukturwandel der Lausitz, ihrer Industriegeschichte und den Veränderungen der Landschaft auseinandersetzen.

Die Ausstellung in Großformat vom 21.08. bis 06.09.2026

Joana Vasconcelos. Flaming Heart von 2019-2022
Joana Vasconcelos. Flaming Heart, 2019-2022, Bildrechte: Tang Contemporary Art

Zur Eröffnung der openart Lausitz Biennale am 21. August im Forster Museum zeigt die Modedesignerin und Künstlerin Esther Perbandt eine Performance, die sie bereits auf der Positions-Kunstmesse in Berlin vorführte. Bekannt ist die Designerin durch ihre Auftritte bei Heidi Klum und ihre rein schwarzen Kollektionen.

Imposanter Blickfang beim Betreten des Museums ist die 10 Meter lange Installation „Flaming Heart“ der portugiesischen Künstlerin Joana Vasconcelos.

In Forst (Lausitz) wird geklotzt – nicht gekleckert: 10 Meter lang ist der Scherenschnitt „State of Strike“ von Sonja Yakoleva, der die gesamte Rückwand des Saals einnimmt.

Überdimensional sind auch die Holzschnitte von Frank Lippold ebenso, wie die von Marike Schuurmann stark vergrößerten Polaroidfotos, die als Pigmentdrucke in Plexiglaskästen von den Lausitzer Seenlandschaften und deren Wasser-Säuregehalten erzählen.

Mit der großformatigen Installation einer Makro-Kohlestruktur, thematisiert die Künstlerin Katharina Wimmer den verlorengegangenen Kohleabbau in der Lausitz.

Die Fahnen der „Rosenbrigade“ von Minh Duc Pham nehmen Bezug auf die ehemals in der DDR arbeitenden vietnamesischen Arbeiter:innen, während Heike Zappes die heute noch existierende, traditionsreiche „Jende Posamentenmanufaktur“ in Forst fotografisch dokumentiert.

Dabei bindet die Kunst auch die Besucherinnen und Besucher aktiv in die Entstehung mit ein – so bei der Arbeit der Künstlerin Karen Modrei an einer Strickmaschine: Die Besuchenden werden dazu eingeladen, Geschichten zu erzählen, die auf der Strickmaschine in Muster übertragen werden.

Ergänzt wird dieses Programm durch Kunstschaffende vor Ort im Format „Offene Räume – open spaces“. Die Sektion „Junge Kunst – young art“ regt Menschen im Alter von 10 bis 18 Jahren an, sich mit zeitgenössischen Kunstformen auseinanderzusetzen.

Eröffnung Freitag, 21.08.2026 um 17:00 Uhr
Ausstellung geöffnet Donnerstag bis Sonntag
10:00 bis 18:00 Uhr
Eintritt

Es gelten die regulären Eintrittspreise.

Die openart Lausitz Biennale

Logo der openart Lausitz Biennale
Logo, Bildrechte: openart Lausitz Biennale

Die erste openart Lausitz Biennale verbindet von August bis September 2026 außergewöhnliche Orte in der Niederlausitz zu einem gemeinsamen Kunstraum. Nationale, internationale und regionale Künstlerinnen und Künstler setzen sich mit den Themen Transformation, Erinnerung und Zukunft auseinander. Leerstehende Gebäude, Industriedenkmäler, Museen und Landschaften werden zu Ausstellungsorten und eröffnen neue Perspektiven auf den Wandel der Region.

Begleitet wird die Biennale von den Programmen „Offene Räume – Open Spaces“, bei denen Lausitzer Kunst- und Kulturschaffende ihre Ateliers und Werkstätten öffnen, sowie „Junge Kunst – Young Art“ mit Workshops und Angeboten für Kinder und Jugendliche.

Weitere Stationen der Biennale

01.08. bis 16.08. Landkreis Elbe-Elster
(Atelierhof Werenzhain, Doberlug-Kirchhain und Rückersdorfer See)
07.08. bis 23.08. Lauchhammer
14.08. bis 30.08. Jamlitz
21.08. bis 06.09. Forst (Lausitz)
05.09. bis 20.09. Cottbus

 


Mehr Informationen unter:

1. openart Lausitz Biennale