Gesunde Kommune – Präventionen stärken und Lücken schließen

Präventive Langzeitstrategie der Stadt Forst (Lausitz)

Plakat mit grünem Hintergrund und weißer Schrift zum Thema "Gesunde Kommune Forst (Lausitz)" mit Forster Wasserturm, Sprechblasen, Symbolen von Menschen, Apfel und Klemmbrett sowie dem Logo der Stadt Forst (Lausitz) und der Website www.forst-lausitz.de. Sprechblase 1: "Ihre Ideen aus der Bürgerbefragung - wie setzen wir Sie gemeinsam um?", Sprechblase 2: "Gesundheit in Forst (Lausitz) weiterdenken: Welche Ideen können wir umsetzen?" Sprechblase 3: "Mitgestalten, ausprobieren, verbessern - bringen Sie Ihre Vorschläge in die Praxis".

Mit dem durch die Techniker Krankenkasse geförderten Projekt „Gesunde Kommune“ setzt die Stadt Forst (Lausitz) ein starkes Zeichen für Prävention und Gesundheitsförderung. Nach Abschluss der bis Dezember laufenden Bürgerbefragung, an der sich zahlreiche Forsterinnen und Forster beteiligt haben, werden die ersten Ergebnisse nun öffentlich vorgestellt und gemeinsam weiterentwickelt.

Bürgermeisterin Simone Taubenek betont die Bedeutung des Projektes: „Gesundheit ist kein Luxus, sondern eine grundlegende Voraussetzung für Lebensqualität, gesellschaftlichen Zusammenhalt und wirtschaftliche Stärke. Gerade in einer Stadt wie Forst (Lausitz), die sich im Strukturwandel befindet, ist es unsere Aufgabe, Gesundheit als Querschnittsthema zu verstehen – von der Kita über die Schule bis in die Unternehmen und das Ehrenamt hinein. Mit dem Projekt ,Gesunde Kommune‘ wollen wir die Menschen vor Ort aktiv einbeziehen, konkrete Bedarfe ernst nehmen und gemeinsam Lösungen entwickeln. Unser Ziel ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die es allen Forsterinnen und Forstern ermöglichen, gesund zu leben, zu arbeiten und alt zu werden.“

Workshop für die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen

In mehreren Stuhlreihen sitzen Menschen vor der Bühne im Veranstaltungssaal des Forster Museums. Eine Frau steht auf der Bühne. Vorn ist ein leerer Stuhlkreis aufgebaut. An der Deckenbalken in hellem Holz sind schwarze Stangen mit Lampen angebracht.

Dienstag, 23.06.2026
Mit dem Workshop für die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums Forst (Lausitz) am Dienstag ist die Veranstaltungsreihe des Projekts „Gesunde Kommune“ erfolgreich zu Ende gegangen.

Nach dem Fachforum für Fachkräfte und der öffentlichen Gesundheitsmesse bildet der Workshop den Abschluss eines umfangreichen Beteiligungsprozesses zur Weiterentwicklung der Gesundheitsförderung in Forst (Lausitz).

Im Mittelpunkt des Workshops standen die Themen Sport und Bewegung, Ernährung, Liebe und mentale Gesundheit, Stressbewältigung und gesundes Lernen. In interaktiven Arbeitsgruppen setzten sich die Jugendlichen mit den Herausforderungen ihres Schul- und Lebensalltags auseinander, formulierten eigene Bedarfe und entwickelten zahlreiche Ideen für eine gesundheitsfördernde Gestaltung des Lebens in der eigenen Schule und der Stadt Forst (Lausitz).

Die Veranstaltungsreihe ist Teil des durch die Techniker Krankenkasse geförderten Projekts „Gesunde Kommune“, mit dem die Stadt Forst (Lausitz) gemeinsam mit Einwohnerinnen und Einwohnern sowie Akteurinnen und Akteuren aus Bildung, Gesundheitswesen, Wirtschaft, Verwaltung und Ehrenamt konkrete Maßnahmen für eine gesunde Stadtentwicklung erarbeitet.

Die während der Bürgerbefragung sowie im Rahmen der verschiedenen Veranstaltungen gesammelten Anregungen, Vorschläge und Arbeitsergebnisse werden nun ausgewertet und systematisch aufbereitet. Auf dieser Grundlage sollen Handlungsschwerpunkte definiert und konkrete Projekte entwickelt werden, die langfristig zur Gesundheitsförderung in der Stadt beitragen.

Plakat mit grünem Hintergrund und weißer Schrift: "1. Gesundheitsmesse Forst (Lausitz), 18. April 2026 | 09:00 bis 13:00 Uhr" mit Silhoette des Forster Wasserturms in hellerem Grün. In Sprechblasen sind Stichworte zusammengefasst (Checks & Beratung, Gesundheit erleben, Kennenlernen & Ausprobieren).

Unter dem Motto „Mitmachen, Ausprobieren, Wohlfühlen“ lud die Stadt Forst (Lausitz) am Samstag, den 18. April 2026, von 9:00 bis 13:00 Uhr zu einer öffentlichen Gesundheitsmesse im Forster Museum für Textil- und Industriegeschichte Lausitz ein. Die Veranstaltung war für alle Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Forst (Lausitz) offen.

Die Gesundheitsmesse wurde von der Stadt Forst (Lausitz) in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Forst (Lausitz) e.V. organisiert und bot ein abwechslungsreiches Programm, bei dem Besucherinnen und Besucher Gesundheit aktiv erleben konnten. Regionale Akteure, Vereine, Beratungsstellen sowie Institutionen präsentierten ihre Angebote und gaben praktische Tipps für den Alltag.

Zu den Highlights gehörten unter anderem:

Mitmachen & Ausprobieren:

Kennenlernen und Ausprobieren von Bewegungsübungen, Fitnessaktionen, Spielen und interaktiven Workshops für Groß und Klein.

Gesundheit & Vorsorge:

Venenmessungen, Blutdruck- und Blutzuckermessungen sowie Informationen zu Vorsorgevollmacht, Patienten- und Betreuungsverfügung.

Ernährung & Lebensstil:

Tipps zu gesunder Ernährung, Meal Prep und Vollwertkost sowie Impulse für einen stressbewussten Alltag und praktische Angebote wie das Selbstherstellen von Smoothies.

Pflege & Beratung:

Informationen zu vollstationärer Pflege, Tagespflege, Service-Wohnen und Seniorenbegegnungsstätten sowie die Vorstellung des Leserads der Bibliothek.

Erste Hilfe & Sicherheit:

Mitmachaktionen am Reanimationsdummy sowie praktische Übungen zur Verkehrssicherheit.

Über die Messe:

Die Messe ist Teil des Projektes „Gesunde Kommune Forst (Lausitz)“, gefördert durch die Techniker Krankenkasse, und zeigte, wie vielfältig und praxisnah Gesundheitsförderung in der Stadt umgesetzt wird.

19. und 20. Februar 2026
Ort: Forster Museum für Textil- und Industriegeschichte Lausitz, Sorauer Straße 37, 03149 Forst (Lausitz)

An diesen beiden Tagen stand die Perspektive der jungen Generation im Mittelpunkt. Schülerinnen und Schüler der Gutenberg-Oberschule-Forst sowie des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums Forst nahmen an einem besonderen Fachtag der anderen Art teil: In verschiedenen interaktiven Workshops setzten sie sich mit Themen wie Bewegung, Ernährung, mentaler Gesundheit, Stressbewältigung und gesundem Lernen auseinander.

Dabei ging es nicht nur um Wissensvermittlung, sondern vor allem um Beteiligung. Die Jugendlichen formulierten eigene Bedarfe, entwickelten Ideen und brachten konkrete Vorschläge ein, wie Schule und Alltag in Forst (Lausitz) gesundheitsfördernder gestaltet werden können.

Ihre Ergebnisse fließen direkt in die weitere Arbeit des Projektes „Gesunde Kommune“ ein und machen deutlich: Gesundheitsförderung gelingt nur, wenn junge Menschen aktiv mitgestalten dürfen.

Fachforum Gesunde Kommune 2026
Fachforum Gesunde Kommune 2026, Fotograf: Stadt Forst (Lausitz), Bildrechte: Til Herrmann

Donnerstag, 22. Januar 2026
Ort: Forster Museum für Textil- und Industriegeschichte Lausitz, Sorauer Straße 37, 03149 Forst (Lausitz)

Das Fachforum richtete sich an Akteurinnen und Akteure aus Verwaltung, Bildung, Wirtschaft, Gesundheits- und Sozialwesen, Vereinen sowie weiteren Bereichen. Aufbauend auf den Ergebnissen der Bürgerbefragung und Impulsen aus der Gesundheitsmodellregion Lausitz stand nicht mehr die Analyse im Vordergrund, sondern die konkrete Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen.

Impulse aus Fachvorträgen

Bürgermeisterin Simone Taubenek eröffnete das Fachforum mit einem Überblick zur Gesundheitsmodellregion Lausitz und stellte deren Bedeutung für die Stadt Forst (Lausitz) heraus. Sie verdeutlichte, welche Chancen sich aus der Modellregion für die kommunale Gesundheitsförderung, die Vernetzung regionaler Akteure sowie für die langfristige Stärkung des Wohn- und Arbeitsstandortes ergeben.

Anschließend präsentierte Til Herrmann, Sachbearbeiter für Suchtprävention und Gesundheitsförderung, die ersten Ergebnisse der Gesundheitsbefragung der Einwohnerinnen und Einwohner von Forst (Lausitz). Die Befragung, die bis Dezember 2025 durchgeführt wurde, lieferte wertvolle Erkenntnisse, die nun in die konkrete Maßnahmenentwicklung einfließen. Die Auswertung zeigte, welche Themen den Einwohnern besonders wichtig sind, wo konkrete Bedarfe bestehen und welche Angebote bereits gut genutzt werden. Diese Ergebnisse bildeten die Grundlage für die anschließende Arbeit in den Workshops.

Workshops: Von Ideen zu konkreten Maßnahmen

In mehreren thematischen Workshops entwickelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufbauend auf den Impulsen konkrete Projektideen, die zeitnah umgesetzt werden sollen. Im Fokus standen dabei gesunde Ernährung von Kindern und Jugendlichen, die Weiterentwicklung des betrieblichen Gesundheitsmanagements sowie die Attraktivitätssteigerung der Stadt Forst (Lausitz) als Wohn- und Arbeitsstandort durch eine leistungsfähige, zukunftsorientierte Gesundheitsinfrastruktur.

Ziel der Workshops war es, die Erkenntnisse aus der Gesundheitsbefragung und den Fachvorträgen zu vertiefen, zu konkretisieren und in umsetzbare Maßnahmen zu überführen. Die erarbeiteten Ergebnisse sollen im nächsten Schritt schrittweise in praktische Handlungen und Projekte umgesetzt werden.

Kontakt für Rückfragen:

Til Herrmann
Sachbearbeiter Suchtprävention/Gesundheitsförderung
Telefon: 03562 989-333
Mail: t.herrmann@forst-lausitz.de

Stadt Forst (Lausitz)
Fachbereich Bildung und Soziales
Lindenstraße 10-12
03149 Forst (Lausitz)

Bürgerbefragung „Gesunde Kommune Forst“

Vom 27. Oktober 2025 bis zum 22. Dezember 2025 lief die stadtweite Befragung im Rahmen des Projekts

„Gesunde Kommune – gemeinsam für mehr Lebensqualität“.

Die Befragung richtete sich an alle Menschen ab 14 Jahren mit Wohnsitz oder Lebensmittelpunkt in Forst (Lausitz). Zusätzlich wurden die Informationen in Posteinwurfsendungen an alle Haushalte verteilt. Die Teilnahme war selbstverständlich anonym.

Alle Angaben werden vertraulich behandelt und ausschließlich für die Auswertung der Befragung verwendet. Ziel ist es, die Kommune nicht nur gesund, sondern auch lebenswert für alle Generationen zu machen – durch nachhaltige Präventionsarbeit, die auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Menschen in unserer Stadt Forst (Lausitz) abgestimmt ist.

Die Bürgerbefragung zielte darauf ab, ein umfassendes Bild von Gesundheit und Lebensqualität in Forst zu bekommen. Dabei standen folgende Punkte im Fokus:

  • Wahrnehmung der bestehenden gesundheitsfördernden Angebote in der Stadt
  • Aufzeigen von Defiziten und möglichen Handlungsfeldern, z. B. Bewegungsräume, Ernährungsangebote oder psychosoziale Unterstützung
  • Sammlung von konkreten Ideen und Vorschlägen für zukünftige Projekte, die das Leben in Forst noch lebenswerter machen

 

Die Ergebnisse liefern eine repräsentative Datengrundlage, auf deren Basis die Stadt Forst (Lausitz) strategische Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention entwickeln kann. Gleichzeitig stärkt die Befragung die partizipative Stadtentwicklung: Bürgerinnen und Bürger bringen ihre Perspektiven aktiv ein, gestalten mit und tragen dazu bei, die Stadt nachhaltig gesund und lebenswert zu machen.

Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern: Ihre Rückmeldungen tragen dazu bei, die Lebensqualität in Forst für alle Generationen zu steigern – von Jugendlichen bis zu Seniorinnen und Senioren. Ihre Meinung entscheidet mit, welche Projekte in Zukunft umgesetzt werden und wie die Stadt Forst (Lausitz) als Gesunde Kommune weiter wächst.

Hintergrund des Projektes:

Am 01. Juli 2024 startete ein gemeinsames Projekt der Stadt Forst (Lausitz), der Techniker Krankenkasse und des Kompetenzzentrums Forst (Lausitz) e.V. Ziel ist es, eine präventive Langzeitstrategie zu etablieren, um sichere und lebenswerte Umgebungen für das Aufwachsen und Leben der Bürger*innen zu schaffen.

Besonders im Fokus stehen dabei Kinder und Jugendliche, denen Wissen, Kompetenz und Ermutigung vermittelt werden sollen, um ihnen die Entwicklung ihres Potenzials zu ermöglichen und gleichzeitig gesundheitsschädigendem Verhalten vorzubeugen. 2022 fand zum Thema „Sucht“ bereits ein Fachtag in Forst (Lausitz) statt, aus dem als Ergebnis hervorging, dass die Stadt einen „roten Faden Prävention“ benötigt. Es gibt bereits gute Projekte bspw. an Schulen, allerdings braucht es eine strategische Planung, ein Gesamtkonzept und dessen Umsetzung, damit solche Programme gut aufeinander aufbauen können und fortlaufend Wissen und Kompetenzen schulen. Weiterhin gibt es Zielgruppen und Themenbereiche, die bislang wenig oder gar nicht bearbeitet werden.

So wurde 2022 im Rahmen des Fachtages festgestellt, dass der Medikamentenmissbrauch bei älteren Menschen zugenommen hat, was gerade nach der Corona-Pandemie einer stark wachsenden Vereinsamung älterer Menschen zugeschrieben wird. Til Herrmann, Sachbearbeiter Drogen- und Suchtprävention sowie Gesundheitsförderung der Stadt Forst (Lausitz) sagt: „Gesundheitsförderung und Präventionsarbeit ist nicht mit ein oder zwei Projekten pro Jahr erledigt. Es braucht eine Vernetzung der Akteure und der einzelnen Maßnahmen zu einem Gesamtkonzept für die Stadt Forst (Lausitz).“

Dass dies bereits erfolgreich seit dem Fachtag 2022 läuft, zeigt die Arbeit der Arbeitsgruppe Prävention, welche sich nach dem Fachtag 2022 gründete. Die Arbeitsgruppe Prävention ist ein kommunales Bündnis der Stadt Forst (Lausitz), verschiedener Partner und Experten aus den Bereichen Sozialarbeit, Bildung, Suchtberatung, Polizei und Psychologie. Nicht zuletzt der Revolution Train, der im November 2023 zwei Tage in Forst (Lausitz) war, sorgte für Aufsehen und intensive Präventionsarbeit.

Neben der Kooperation im Rahmen der oben genannten Arbeitsgruppe ist es entscheidend, dass Kinder, Jugendliche und Familien in die Planung, Zielentwicklung und Umsetzung von Maßnahmen eingebunden werden. Dies soll über bestehende Kontakte aus dem Netzwerk sowie durch zielgruppengerechte Formate geschehen, die eine partizipative Einbeziehung ermöglichen.