beendet: "Gemeinsame Vergangenheit – Steinerne Spuren" - 11/24 bis 09/26

Beteiligung als Projektpartner

Projektzeitraum:

01.11.2024 - 30.06.2026

Leadpartner:

Gmina Żagań o statusie miejskim

Projektpartner:

Stadt Forst (Lausitz)

Förderprogramm / Ziel:

Spezifischen Ziels 4.6 – Stärkung der Rolle von Kultur und nachhaltigem Tourismus für Wirtschaftsentwicklung, soziale Eingliederung und soziale Innovation.

Gesamtkosten des Projekts:

17.733,58 €

  • EFRE-Förderung: 14.186,86 €
  • Eigenanteil des Leadpartners: 3 546,72 €

Projektbeschreibung

Ziel des Projekts war die Unterstützung von Maßnahmen zur Entwicklung des grenzüberschreitenden deutsch-polnischen Tourismus sowie zur Förderung des gegenseitigen Kennenlernens der Nachbarländer. Dies sollte insbesondere durch die Verbesserung des grenzüberschreitenden Zugangs zu touristischen Angeboten sowie durch deren gemeinsame Vermarktung und Bewerbung im Fördergebiet erreicht werden.

Im Rahmen des Projekts wurde der touristische Themenweg „Steinerne Spuren der Vergangenheit“ im Schlosspark in Żagań einschließlich der Informationstafeln umfassend modernisiert. Darüber hinaus wurde die dreisprachige Publikation „Gemeinsame Vergangenheit – Steinerne Spuren“ (Polnisch, Deutsch und Englisch) in einer Auflage von 7.500 Exemplaren veröffentlicht und um Informationen über den historischen Ostdeutschen Rosengarten Forst (Lausitz) ergänzt.

Die elektronische Ausgabe ist online verfügbar:

Das Projekt leistete einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung des touristischen Angebots für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Besucher der deutsch-polnischen Grenzregion. Gleichzeitig wurde die grenzüberschreitende Zusammenarbeit intensiviert und das Bewusstsein für die gemeinsame Geschichte und das gemeinsame kulturelle Erbe nachhaltig gestärkt.

Der touristische Themenweg „Steinerne Spuren der Vergangenheit“ verläuft am Herzogsschloss in Żagań entlang und führt durch den Schlosspark bis zur Parkinsel, der sogenannten „Fasanerie“. Seine heutige Gestaltung erhielt der Schlosspark in den Jahren 1844 bis 1859 unter der Leitung von Fürstin Dorothea von Talleyrand-Périgord und ihres Hofgärtners Friedrich Teichert. Im gesamten Park wurden zahlreiche Aussichtspunkte und malerische Ruheplätze angelegt, die jeweils mit deutschsprachigen Bezeichnungen versehen waren. Diese Namen wurden in Natursteine eingraviert und erinnerten überwiegend an Familienangehörige, Freunde und Weggefährten des Fürstenhauses sowie an bedeutende Persönlichkeiten und Ereignisse ihrer Zeit. Die Schloss- und Parkanlage zählte zu den bedeutendsten Landschaftsparks auf dem Gebiet des damaligen Deutschlands.

Bis heute sind im Schlosspark mehrere historische Steine erhalten geblieben. Im Zuge des Projekts wurden diese durch moderne Informationstafeln ergänzt, die den Besucherinnen und Besuchern die Geschichte der einzelnen Orte näherbringen. Die in das Projekt einbezogenen Objekte stellen ein wertvolles Kulturerbe dar, dessen Erhaltung im Interesse der Gesellschaft und zukünftiger Generationen liegt. Durch die Umsetzung des Projekts konnte dieses kulturelle Erbe bewahrt, aufgewertet und einer breiten Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht werden.

Die Modernisierung des Themenwegs umfasste neben der Erneuerung der Informationselemente auch die Übersetzung sämtlicher Inhalte ins Deutsche und Englische. Darüber hinaus wurde die Publikation um Informationen zu Kulturdenkmälern auf deutscher Seite erweitert. Dadurch wurde die Zugänglichkeit und Sichtbarkeit des gemeinsamen deutsch-polnischen Kulturerbes deutlich verbessert. Die im Rahmen des Projekts gesammelten und wissenschaftlich aufbereiteten Inhalte sowie die durchgeführten Maßnahmen tragen langfristig zum Erhalt und zur Vermittlung des gemeinsamen kulturellen Erbes der Grenzregion bei.

Alle Projektmaßnahmen wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Projektpartner, der Stadt Forst (Lausitz), umgesetzt. Das gemeinsame Vorhaben stellte einen weiteren wichtigen Schritt zur Vertiefung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit dar und schuf neue Impulse für die touristische Entwicklung sowie die nachhaltige Integration beider Städte.